Ragnar Jonasson: Hulda


Die Trilogie rund um die Kommissarin Hulda Hermannsdottir machte den isländischen Autor Ragnar Jonsson in ganz Europa bekannt. Die toughe Kommissarin aus Reykjavik ermittelte in den Fällen im ganzen Land.

Mit seinem neuen Buch liefert er die Vorgeschichte und ihren ersten Fall.



Hulda

Daten

Autor: Ragnar Jonasson
Verlag: btb
ISBN: 9783442763085
Preis: 17€
Broschiert, 269 Seiten



Inhalt

Die Geschichte beginnt im November 1980 - Hulda lebt mit ihrer kleinen Tochter Dimma und ihrem Mann Jon in Reykjavik und arbeitet als erste Frau bei der isländischen Kriminalpolizei. Grade hat sie eine Kollegin bekommen, mit der sie gemeinsam an einem besonders heiklen Fall arbeiten wird.

20 Jahre zuvor war in einem neuen Stadtviertel von Reykjavik ein Kleinkind entführt worden. An Heiligabend war Atli kurz zum Auto gegangen, um Einkäufe zu holen. Als er zurückkommt, ist die Tür versperrt. Seine Frau Emma ist noch in der Badewanne. Als er zurückkommt, ist die Tür versperrt - nach langem Klopfen macht Emma endlich die Tür auf. Als sie nach ihrem Schlafenden Sohn schauen wollen, ist dieser mit seinem Teddy verschwunden.

Und jetzt, 20 Jahre später, hat Marie den Teddy im Norden des Landes in einer Anglerhütte gefunden und das der Polizei gemeldet. Hulda und ihre Kollegin Alfrun reisen in den Norden und ermitteln dort im Umfeld der Anglerhütte. Denn der Teddy muss von einem der wenigen Leute dorthin gebracht haben, die Zugang haben. Denn die Gegend ist sehr eng besiedelt.




Fazit

Nun, um ehrlich zu sein: Ich bin extrem zwiegespalten, eigentlich mehr als je zuvor. Denn den Fall, das Umfeld und die Menschen im düsteren Tal von Island finde ich persönlich großartig. So kommt natürlich schnell der Verdacht auf, dass Otti, der 20jährige Sohn von den Gastgebern bei denen die beiden Kommissarinnen übernachten möglicherweise der überlebende Sohn von Emma und Atli sein könnte.

Ich finde Hulda in diesem Buch aber wahnsinnig anstrengend. Sie lernt Isak, den anderen, älteren Sohn der Familie kennen und verliebt sich sofort Hals über Kopf - will Jon verlassen, weil der ihr Traumhaus nicht kaufen will und stellt sich (andauernd) vor, mit Isak zu leben. Als Jon das Haus aber doch kaufen will, ist sie plötzlich wieder glücklich. Irgendwie zerstört das für mich das Bild der toughen Kommissarin und strengt mich daher irgendwie wahnsinnig an.

Ich bin ein Fan der Hulda Romane und finde ihre Fälle grandios gut und clever gelöst. Auch dieser Fall ist super. Aber die plötzlich extrem verliebte Kommissarin finde ich ziemlich anstrengend.

Die Lösung des Falls ist dann am Ende doch sehr unerwartet und überraschend - aber grandios gut. Es ist eben nicht das, was man erwartet und das macht es super. 

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