Beate Maxian: Tödliches Gold
Schon seit meiner Zeit in Wien gehört Beate Maxian zu meinen Lieblings-Krimi-Autoren. Sarah Pauli ermittelt dort nun schon seit 15 Bänden als Chefredakteurin in Wien.
Und Beate Maxian hat mich wirklich happy gemacht, als sie eine zweite Ermittlerin in die Wachau schickte. Lou Conrad ermittelt dort ebenfalls in einer ganz speziellen Rolle. Die Ex-Kommissarin kehrte als Feinkoständlerin in ihre Heimat zurück und seit dem häufen sich dort die Mordfälle. Mit "Tödliches Gold" ist nun der dritte Band erschienen.
Tödliches Gold
Daten
Autorin: Beate Maxian
Verlag: Goldmann
ISBN: 9783442496754
Preis: 17€
Broschiert, 320 Seiten
Inhalt
Ein großes Ereignis steht der Wachau bevor. Der neue Bienen-Wanderpfad soll eröffnet werden. Doch dann passiert es: direkt hinter Lous kleinem Haus, in dem sie mit Michelin, ihrem Berner Rüden, lebt, wird eine Leiche gefunden.
Niemand weiß, wie die rothaarige Fotografin auf die idyllische Bank kam - und eins steht sofort fest: So kann der Pfad nicht eröffnet werden. Das ganze Dorf gerät in Panik, vor allem als eine Joggerin berichtet, dass auch sie Tage zuvor von einem Mann verfolgt und belästigt wurde.
Schnell wird ein junger Mann festgenommen, der den Geldbeutel des Opfers dabei hat. Doch vor allem Lou hegt Zweifel, dass er wirklich der Schuldige ist.
Und Lou kann ihren alten Job nicht vergessen, insbesondere dann nicht, wenn in ihrem unmittelbaren Umfeld eine Leiche gefunden wird. Gemeinsam mit dem Gastronom Fabio begibt sie sich auf die Spuren der Fotografin und entdeckt düstere Geheimnisse, die den Ort verändern werden.
Fazit
Eins kann man nach diesem Band endgültig nicht mehr leugnen: Lou und Fabio sind verknallt. Denn was sich zunächst nur langsam andeutet, wird nun immer deutlicher. Andauernd ist Lou in Fabios Sternelokal und bekommt irgendwelche lokale Köstlichkeiten von ihm vorgesetzt. Und auch bei ihren Ermittlungen funkt es... Doch ein Paar werden sie (noch) nicht. Ein bisschen hat man das Gefühl, beiden endlich einen Schupps geben zu müssen. Im letzten Band war zwar Fabios Beiköchin noch ein bisschen Konkurrenz - das ist jetzt durch.
Die Wachau gehörte zu unserer Wiener Zeit (wir haben von 2012 bis 2020 dort gelebt) immer zu unseren liebsten Ausflugszielen. Auch wenn der Ort, in dem Lou Conrad lebt, nur fiktiv ist - Beate Maxian zeigt mal wieder ihr großes Talent: schon in ihren Wien-Krimis bringt sie die Atmosphäre des Ortes und den Charakter der Menschen perfekt rüber.
Ja, "Tödliches Gold" ist nicht der spannendste Kriminalfall - irgendwie wird auch relativ schnell klar, was passiert ist. Aber Beate Maxian liefert mehr einen entspannten Cozy Crime mit viel Atmosphäre, der einen förmlich in die Wachau Beamt. Einfach großartig!

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