Catrine Bauer: WintersSpuren
Seit beinahe 3 Jahren schon nenne ich Tübingen meine Wahlheimat - naja genau genommen war es die Karriere, die uns hier hergebracht hat, aber es ist inzwischen auch eine große Liebe geworden. Entsprechend gehörte die Tübingen-Krimi Reihe von Catrine Bauer natürlich auch auf meine Leseliste.
WintersSpuren
Daten
Autorin: Catrine Bauer
Verlag: Niemeyer C.W.
ISBN: 9783827193537
Preis: 15€
Broschiert, 419 Seiten
Inhalt
Henrietta "Henry" Winter ist Halbschwedin - und sie hatte genug von Leichen. Deshalb studierte sie Jura und setzt sich nun bei einer NGO in Stockholm für Umwelt- und Naturschutz ein. Ihr Vater, so glaubt sie zumindest, ist seit Jahren tot, weshalb sie mit ihrer Mutter von Tübingen zurück nach Schweden ging.
Doch dann wird Henrys Mutter brutal erschossen - gleichzeitig findet sie heraus, dass ihr Leben auf einer großen Lüge beruhte. Denn ihr Vater lebt als Krimiautor immer noch im Elternhaus in Tübingen, das die Mutter mit ihrer kleinen Tochter bei Nacht und Nebel verlassen hatte. Jedliche Spuren deuteten darauf hin, dass Henry und ihre Mutter tot sein müssen. Gleichzeitig hat die Mutter erzählt, der Vater sei bei einem Bootsunglück gestorben.
Henry verspürt den Drang, Schweden zu verlassen, auch weil sie sich dort in Sicherheit vorm Killer ihrer Mutter wähnt. Sie fährt nach Tübingen, um dort ihren Vater zu treffen. Doch sie trifft zunächst nur auf die Tante, weil der Vater auf Lesereise ist. Mit ihr taucht Henry tief in ihre Vergangenheit ein und spürt, dass sie dem dunklen Familiengeheimnis genauso näher kommt wie dem Mörder ihrer Mutter.
Fazit
Einen Schweden- und einen Schwabenkrimi in einem? Beinahe möchte man sagen: Was kann es Besseres geben? Die Halbschwedin Henry stößt bei ihren Tübinger Wurzeln auf ein dunkles Familiengeheimnis. Und das könnte kaum schlimmer sein: Denn die tote Mutter hat Henry ihr Leben lang verschwiegen, dass ihr Vater lebt. Heimlich hat sie sich mit der kleinen Henry aus dem Staub gemacht, um sich in Schweden ein neues Leben aufzubauen - schlimmer kann es kaum sein.
Doch dann stellt sich auch noch heraus, dass dieses Familiengeheimnis mit ein Grund dafür war, dass die Mutter erschossen wurde. Und kaum in Tübingen angekommen stellt sich heraus, dass es auch auf Henry jemand abgesehen haben könnte.
Mit ihrem Debüt Krimi liefert Catrine Bauer das perfekte Crossover aus Nordic Noir und schwäbischer Atmosphäre - man fühlt förmlich, wie Henry sich mit dem Rad die Tübinger Hügel hochquält, man sieht die Herberge vor sich und fühlt mit Henry. Denn man kann wohl wirklich nichts schlimmeres über seine tote Mutter herausfinden.
Von mir gibts klare 5 Sterne.

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