Simon Beckett: Knochenkälte
Lange hatte ich schon nichts mehr von einem der Autoren gehört, die mich damals so ein bisschen in das Thriller Genre eingesogen haben. Simon Beckett ging zuletzt so ein bisschen an mir vorbei - was allerdings auch daran liegen mag, dass der letzte Band der David Hunter Reihe 2021 erschienen war.
Jedenfalls gab es 2025 endlich Nachschub - der Forensiker ermittelt wieder... Endlich!
Und da ich in letzter Zeit viel unterwegs war, gab es diesmal die Hörbuch-Variante für mich...
Knochenkälte
Daten
Autor: Simon Beckett
Gelesen von Johannes Streck
Verlag: Argon Hörbuch
ISBN: 9783839820605
Preis: 24,99€
2 MP3 CDs, 900 min
Ich habe das Hörbuch als digitales Rezensionsexemplar von netgalley zur Verfügung gestellt bekommen.
Inhalt
Eigentlich ist der forensische Antropologe David Hunter zur Ermittlungen aufs Land unterwegs. Doch er verfährt sich und in einem üblen Sturm strandet er nachts in einem kleinen Dorf, das allen Klischees entspricht. Auf dem Weg dorthin muss er ein Schaf aus einem Weidegitter retten und landet schließlich im Pub. Dort begegnet er den fremden gegenüber eher aggressiv eingestellten Einheimischen.
Die schicken ihn in ein altes Hotel am Rande des Dorfs - doch als er dort ankommt stellt sich heraus, dass es seit Jahren nicht mehr betrieben wird. Da Hunter aber nicht mehr wegkommt, ist das Betreiberehepaar so nett und nimmt ihn trotzdem auf. Was die unleidlichen Ereignisse der nächsten Tage mit sich zieht.
Als er am nächsten Tag das Dorf verlassen will - es liegt am Ende eines Tals in einer Sackgasse, stellt er fest, dass der Sturm der vergangenen Nacht die Straße unterspült und eine Brücke mit sich gerissen hat. Das Dorf ist komplett von der Welt abgeschnitten - kein Strom, kein Festnetz und kein Empfang.
Als er auf der Suche nach Handyempfang in den Wald geht, trifft er auf das erste Skelett - ein Mann, mehr als 20 Jahre tot. Als er dem Geheimnis auf den Grund gehen will, stößt er auf immer mehr Geheimnisse, erst wird das lange verschwunden geglaubte Skelett zerstört und dann wird die Sägewerkbesitzerin Maud brutal ermordet. David weiß, er muss da weg - doch er bleibt im Dorf eingeschlossen, mit einem Mörder...
Fazit
Was Simon Beckett immer schafft, ist eine ganz spezielle Atmosphäre - und die wird durch Johannes Streck in seiner Lesung perfekt unterstützt. Etwas, was für ein gutes Hörbuch ja mehr als unerlässlich ist - es gibt nichts schlimmeres als eine schlechte Lesung.
Man spürt förmlich die Beklemmungen in Hunters Brust, als er durch den dichten, winterlichen Wald in der Fichtenschonung geht, wie immer weniger Licht durchkommt und er schließlich vor einem Skelett steht, das an der Wurzel eines Baumes hängt.
Nun ist Hunter ein erfahrener Ermittler - dennoch macht die ganze Atmosphäre, die sich mit dem Schnee noch mehr steigert, etwas mit ihm. Klar, ausgerechnet er trifft auf die Leiche(n) - die Jahrzehnte begraben waren - klar, er deckt die Geheimnisse auf - aber durch die dichte Spannung und die wahnsinnige Atmosphäre fühlt man sich wie mitten drin. Ich wusste jedenfalls relativ schnell wieder, warum die ersten Becketts damals zu meinen ersten Thrillern gehörten und warum ich diesen "Kick" bis heute brauche.
Großartige Geschichte, perfekt als Hörbuch verpackt - von mir gibts klare 5 Sterne!

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