Constantin Schreiber: Echnatons Fluch

 

Ich bin ja ein echter Fan von Krimis, die auf der ganzen Welt spielen. Mit Echnatons Fluch kam mir zum allerersten Mal ein Ägypten-Krimi in den Warenkorb...




Echnatons Fluch

Daten

Autor: Constantin Schreiber
Verlag: Hoffmann & Campe
ISBN: 978-3-455-02174-5 
Preis: 18€
Taschenbuch, 272 Seiten




Inhalt

Eigentlich hat Theodora gerade eine Auszeit genommen - bei einem Retreat auf dem Land will sie sich vom Alltag als Kommissarin in Kairo erholen. Doch Ruhe findet sie nicht, als sie in einer alten Kultstätte Hinweise auf einen Mord findet - die kurze Zeit später verschwunden sind. 

Doch sie findet Hinweise auf eine spezielle Sekte, die abgeschottet in der Wüste lebt. Sie huldigen dem zu seinen Zeiten umstrittenen Pharao Echnaton und prophezeien den nahenden Weltuntergang. Theo wird von einer Frau angesprochen, deren Tochter spurlos verschwunden ist.

Theo nimmt Kontakt mit ihrem Kollegen Fadi auf, der zur Straßenverkehrsbehörde strafversetzt wurde. Beide wollen dringend die Tochter wiederfinden - ihnen ist aber auch klar, dass sie in ein echtes Wespennest stechen. Fadi beschließt dabei, dass es nur eine Lösung gibt: er muss sich in die Sekte einschleusen... 

Fazit

Constantin Schreiber ist eigentlich als Nachrichtensprecher und Nahostexperte bekannt. Und das merkt man auch in seinem zweiten Ägyptenkrimi. Das spürt man vor allem anhand der kulturellen Hintergründe, die großartig und detailliert recherchiert sind. 

Das Setting an sich macht den Krimi speziell - Frankreich- oder Italienkrimis gibt es zu hunderten. Ägyptenkrimis gibt es im Vergleich dazu eher wenige. Aber es gelingt dabei, die Atmosphäre von Kairo und den antiken Stätten perfekt wiederzugeben. Es gelingt Schreiber dabei, das Phänomen Echnaton in die heutige Zeit zu transferieren. Das steht dabei ein bisschen zu doll im Vordergrund.

Auch die Handlung in Verbindung mit der Sekte ist sehr spannend. Man hat den enttäuschten, strafversetzten Fadi, der immer tiefer und geschickter in die Sekte gezogen wird. Man fühlt sich ein bisschen in die Rolle eines "Tu's nicht!" Freundes reinversetzt. 

Und man hat Theodora, die tief in die Strukturen eindringt, die die Sekte zu schützen scheinen. Man begleitet sie dabei durch die Gesellschaft des heutigen Kairos - inklusive Themen wie Korruption in den Ämtern.


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