Freida McFadden: Die Ehefrau


An Freida McFadden kommt man am Thriller Regal im Buchladen derzeit nicht vorbei. Egal ob Lehrer, die Kollegin oder Freund, die Bücher mit dem bunten Farbschnitt sind überall. Das Neueste der Reihe: Die Ehefrau.


Die Ehefrau

Daten

Autorin: Freida McFadden
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-42810-2
Preis: 17€
Broschiert, 416 Seiten



Inhalt

Sylvia ist verzweifelt - sie hat ihren Job verloren und wenn sie nicht bald einen neuen auftreibt, sitzt sie auf der Straße. Mehr zufällig trifft sie in einem Café auf Adam. Der berühmte Autor sucht nach einer Pflegekraft für seine Frau Victoria. Die ist vor einigen Wochen im alten und einsamen Haus auf Long Island die Treppe heruntergestürzt und hat dabei eine schwere Kopfverletzung davongetragen. 

Sylvia hat zunächst Skrupel, denn das Haus auf dem Land ist schon extrem einsam und auch Victoria ist ein bisschen unheimlich. Doch sie braucht das Geld dringend - Adam zahlt gut und sogar ihre Unterkunft wird ihr gestellt. Also schlägt sie ein. 

Ihre Aufgabe besteht im wesentlichen darin, Victoria zu füttern und ihr Gesellschaft zu leisten. Die junge Frau sitzt dabei in ihrem Rollstuhl in ihrem Zimmer fest. Und relativ bald findet sie Vertrauen - und gibt Sylvia heimlich ihr Tagebuch, das die Geschehnisse vom Kennenlernen von Adam und Victoria erzählt. Sylvia beginnt zu lesen.

Sie war eine gut angesehene Notfallkrankenschwester - er hatte sich beim Kochen verletzt. Und dann war es Liebe auf den ersten Blick. Doch schnell wird klar, dass hinter dieser Fassade mehr steckt - vor allem in Adam.

Denn während er Sylvia gegenüber nett und großzügig ist, scheint die Beziehung zu Victoria mehr und mehr aus dem Ruder gelaufen zu sein - insbesondere nach dem Umzug. Er ist eifersüchtig, er schmeißt mit Dingen, beleidigt sie und gibt ihr ein Taschengeld. Es scheint Sylvia, als würde Victoria in ihrem Tagebuch von einem anderen Menschen sprechen.

Es scheint alles immer mehr zu eskalieren, bis die drei schließlich bei einem Schneesturm auf dem Anwesen festsitzen.


Fazit

Es ist ein wahnsinnig spannender Thriller - zumal man irgendwie (bis auf einen kleinen Schlenker am Ende) schon genau weiß, was passiert ist. Die Geschichte entwickelt sich ja mit dem Tagebuch und der Gegenwart in zwei Zeitebenen, gleichzeitig beginnt man immer wieder, den Wahrheitsgehalt des Tagebuchs zu hinterfragen - schließlich ist die Beschreibung ja sehr einseitig,

Man kann sich direkt in die Rolle der Sylvia hineinversetzen. Sie ist alleine mit dem wahnsinnig attraktiven Autor Adam (das mit der Affäre war ja klar), gleichzeitig nähert sie sich immer mehr Victoria an und merkt schließlich, dass Adam sie mit den Medikamenten sogar sediert. 

Die Thriller Idee ist nicht neu, Freida McFadden hat mit dem Konzept sicherlich das Thrillerrad nicht neu erfunden - und die Aktionen und Gedanken von Sylvia sind sehr nachvollziehbar. Deshalb ist das ganze extrem unterhaltsam und mit viel Tempo erzählt. So ist man es von McFadden gewöhnt und dafür mag man ihre Bücher. Ich finde es großartig!




Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Eeva Louko - Kalte Flut

Was passierte auf der kleinen Insel?

Nele Neuhaus: In ewiger Freundschaft