M. W. Craven: Der Botaniker


Die Thriller von M. W. Craven waren auf wundersame Art an mir bisher vorbeigegangen. Doch das sollte sich mit einem Gang in die Stadtbibliothek ändern. Jetzt kann ich kaum noch genug davon bekommen... Washington Poe ist hier mit seiner, nennen wir's mal besonderen Kollegin Tilly Bradshaw auf der Jagd nach echten Serienkillern.

Heute darf ich euch "Der Botaniker" vorstellen...


Der Botaniker

Daten

Autor: M. W. Craven
Verlag: Droemer
ISBN: 978-3-426-28398-1
Preis: 16,99€
Broschiert, 560 Seiten


Inhalt

In Großbritannien treibt der Botaniker sein Unwesen - er tötet mit Gift, er warnt die Opfer mit einem Gedicht und einer gepressten Pflanze. Und er tötet äußerst erfolgreich diejenigen, die für ihren Erfolg über Leichen gegangen sind. 

Doch Poe kann sich kaum auf den Fall konzentrieren, denn die geniale Pathologin Estelle Doyle wird gleichzeitig uns Gefängnis gebracht. Es besteht der Verdacht, dass sie ihren Vater ermordet hat. Und die Beweise stehen gegen sie. Denn sie hat zwar den Notruf gewählt, als sie die Leiche gefunden hat. Doch im Schnee rund um das Haus gibt es keinerlei Spuren, die auf einen anderen Täter hinweisen.

Für Poe ist es selbstverständlich, ihr zu helfen, auch wenn er in dem Fall über keine Kompetenzen verfügt. Und der Botaniker mordet munter weiter. Als das Team eine berühmte Verschwörungstheoretikerin als nächstes Opfer identifiziert und sie auf eine Isolierstation bringt, passiert einige Tage später das, was nicht passieren darf. Irgendwie hat sie das Gift aufgenommen.

Und die berühmte und etwas autistische Tilly entdeckt im Darknet eine Seite, auf der der Botaniker über sein nächstes Opfer abstimmen lässt. Wie kann es gelingen, beide potentielle Opfer zu retten und den Botaniker zu fassen, der immer 3 Schritte voraus zu sein scheint.



Fazit

Ein Serienkiller, der einen Robin Hood Komplex auslöst, ist sicherlich nicht neu. Das gab's schon in unzähligen Krimis. Doch Tilly und Poe haben es mit einem speziellen Fall zu tun. Dieser ist auf großartige Weise verschnörkelt und die Auflösung am Ende ist nahezu genial.

Dazu kommt eine wunderbare Prise britischer Humor von Poe kombiniert mit einer gewissen Naivität durch Tilly, die den Leser den Figuren gleich näher bringt und ganz viel Sympathie bringt.

Es ist ein super Buch mit einer großartigen Spannung und zusätzlich einem gewissen "Feel Good" Charakter. Für mich ists die perfekte Mischung - ich freue mich schon auf die anderen Bände...

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Eeva Louko - Kalte Flut

Was passierte auf der kleinen Insel?

Nele Neuhaus: In ewiger Freundschaft