Beate Maxian: Tod im Wiener Rathaus
Auch wenn ich mittlerweile schon seit 6 Jahren nicht mehr in Wien lebe, hängt mein Herz immernoch in der Österreichischen Hauptstadt. Entsprechend ist Beate Maxian schon seit vielen Jahren eine meiner absoluten Lieblingsautoren.
Sarah Pauli, Chefredakteurin des Wiener Boten, ermittelt dort schon zum 16. Mal gemeinsam mit ihrem Team und Kripobeamten Stein.
Diesmal geht es ins Wiener Rathaus.
Tod im Wiener Rathaus
Daten
Autorin: Beate Maxian
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-49676-1
Preis: 14€
Broschiert, 352 Seiten
Inhalt
Für Sarah Pauli ist die Pressekonferenz im Wiener Rathaus eigentlich Alltag. Ein Digitalkünstler hat Avatare erschaffen, die an unterschiedlichen Stellen das alten Gebäudes die Geschichte erläutern. Spannend wird es erst, als Kommissar Stein auftaucht und nach Sarah fragt. Er nimmt sie mit und zeigt ihr den Leichnam des bekannten Architekten Ewald Schwab. Er hat ein rätselhaftes Zeichen auf die Brust gesprühte das natürlich nur Sarah erkennen kann. Schließlich schreibt sie schon seit Jahren eine Kolumne über rätselhafte Zeichen.
In seiner Tasche finden sie außerdem den Bibliotheksausweis einer Frau, die schon seit mehreren Monaten als vermisst gilt. Mit Stein, der sie seit Jahren kennt, macht sie aus, in ihrer Zeitung nichts darüber zu schreiben. Aber Sarahs kriminalistischer Spürsinn ist spätestens dann geweckt, als sich herausstellt, dass die Verschwundene und Schwab sich gegenseitig Nachrichten über ein antikes Buch in der Bibliothek geschickt haben.
Außerdem schreibt ein "Kollege" rätselhafte Geschichten über Schwab im Social Web - Fake News, wie sich herausstellt. Aber steckt nur ein Troll hinter der Kampagne gegen Schwab oder steckt mehr dahinter...?
Privat schwelgt Sarah im Glück - denn Gaby, die Frau von Sarahs Bruder, bekommt ein Kind - Sarah wird Tante...
Fazit
Sarah Pauli und Wiener Morde - eine bessere Kombi gibt es kaum... Und diesmal ist es sogar definitiv ein Tatort, mit dem ich selbst schon unterwegs war - im berühmten Pater Noster im Wiener Rathaus.
Keine Autorin fängt das gesellschaftliche Wiener Leben besser ein als Beate Maxian. Ich glaube, ich habe mittlerweile alle 16 bisherigen Fälle gelesen, die immer irgendwie spektakulär mit Wiener Sehenswürdigkeiten zu tun haben - vom Riesenrad zum Hotel Sacher, vom Kaffeehaus bis Schönbrunn. Man liest zwei Zeilen und befindet sich gefühlt sofort mitten in Wien, hört einen Fiaker und riecht einen Kaiserschmarren. Das ist einfach eine Glanzleistung.
In Sachen Spannung muss ich diesmal gestehen, schwächelt Sarah Pauli diesmal ganz leicht - ich habe schon spannendere Fälle von ihr gelesen. Dennoch ist es mäkeln auf hohem Niveau...

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