M.W. Craven - Der Zögling


In letzter Zeit bin ich was Washington Poe und Tilly Bradshaw aus Cumbria angeht, wirklich auf den Geschmack gekommen... Und endlich war der erste Fall der Beiden in meiner lokalen Bibliothek verfügbar...


Der Zögling

Daten

Autor: M.W. Craven
Verlag: Droemer
ISBN: 978-3-426-65997-7
Preis: 16,99€
Broschiert, 400 Seiten



Inhalt

Eigentlich ist Washington Poe gerade suspendiert, nachdem beim letzten Fall irgendwas schrecklich schief lief. Doch dann taucht Stephanie Flynn in seiner abgeschiedenen Schäferhütte in Cumbria auf. Sie war früher sein Sargent, doch sie hat von Poe Weggang profitiert.

Doch nun ist Poe unbeabsichtigt in einen neuen Fall verwickelt. Ein Serienkiller treibt im Norden Englands sein Unwesen und quält und verbrennt ältere Männer in den dort häufig vorkommenden Steinkreisen. Jetzt hat die junge Analystin Tilly Bradshaw etwas gefunden. Eine der verkohlten Leichen hat zahlreiche Wunden, die ausgerechnet seinen Namen und eine 5 ergeben. Ist Washington Poe das geplante 5. Opfer?

Poe kann nicht verleugnen, dass er involviert ist - er erklärt sich einverstanden, unter Flynn in den Polizeidienst zurückzukehren. Dort lernt er auch Tilly kennen, die erstaunlich intelligent ist und ihr Talent für Flynns Einheit einsetzt.

Die drei kehren nach Cumbria zurück und beginnen mit der Jagd auf den Brandopferer - dabei ist er näher als alle denken.


Fazit

Poe und Tilly - wie alles begann... Die beiden sind einfach großartig. Der knorrige Einzelgänger und die mit sozialen Gepflogenheiten nicht ganz so vertraute und noch unsichere Tilly bilden ein außergewöhnliches Ermittlerduo, das trotz all ihrer Unterschiede einfach zusammenpassen.

Der Fall des Brandopferers ist megaspannend - auch wenn ich gestehen muss, dass zumindest früh klar ist, wer der Täter ist (ohne dass es verraten wird) - es ist nur noch unklar warum. Und am Ende ist man beinahe mitfühlend mit dem Täter. Der Thriller endet mit einem großartigen Showdown. Ich konnte es kaum weglegen.

Ich habe bei diesem Ermittlerduo tatsächlich ein bisschen querbeet gelesen und mich nicht wirklich an die Reihenfolge gehalten. Das geht allerdings auch ganz gut, denn die Fälle sind (mal abgesehen von der persönlichen Entwicklung der Protagonisten) in sich abgeschlossen. Ich finde in diesem Band aber tatsächlich deshalb spannend. Denn es erzählt die Geschichte, wie Poe und Tilly ihre erstaunliche Freundschaft geschlossen haben. Und das ist beinahe herzerwärmend.

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