Anna Merati - Tod im Piemont: Weiße Trüffel, Schwarzer Tod


Draußen brennt die Sonne: Zeit für ein bisschen italienischen Cozy Crime mit Anna Merati...


Tod im Piemont: Weißer Trüffel, Schwarzer Tod 


Daten

Autorin: Anna Merati
Verlag: Gmeiner
ISBN: 978-3-8392-8024-9 
Preis: 16€
Taschenbuch, 272 Seiten



Inhalt

Sofia betreibt das alte Café ihrer Großmutter in Corazzo, hoch über dem Lago Maggiore. Und wie einst ihre Großmutter hat sie nicht nur ein Talent fürs Backen. Sie macht es zwar sehr ungern, aber gerade die alten Frauen aus der Umgebung kommen nicht wegen des Kuchens und des guten Espresso zu Sofia, sondern weil sie von ihrer Großmutter auch das Kaffeesatzlesen erlernt hat.

Eines Tages kommt Anna zu ihr, eine beliebte Marktfrau - doch Sofia zögert. Beim letzten Mal sah sie den Tod ihrer Kundin, der dann auch kurze Zeit später eintrat. Doch als Sofia sich für das Kaffeesatzlesen entscheidet, ist auch Anna schon tot. Sofia glaubt, sie hätte das irgendwie verhindern können, wenn sie die Zukunft gelesen hätte.

Und natürlich beginnt sie, zu ermitteln, auch wenn ihr Freund Ranieri, der als Commissario offiziell ermittelt, dagegen ist - Sofia reist, unter dem Vorwand ihren Onkel zu besuchen, nach Alba. Denn Anna handelte mit den berühmten weißen Trüffeln.

Dort erfährt sie mehr über Annas Jugend in den 1950er Jahren, wo sie einst mit Arturo liiert war. Und es stellt sich raus, dass er in den Monaten vor Annas Tod wieder intensiv mit ihr Kontakt hatte.

Weiße Trüffel, Schwarzer Tod ist bereits das zweite Abenteuer von Sofia Dalmasso und Commissario Alessandro Ranieri. 



Fazit

Man landet in Corazzo, einem Bergdorf über dem Lago Maggiore - immerhin noch so wenig touristisch, dass Sofia in ihrem Café einheimische Stammgäste begrüßt. Und man hat gleich so ein schon fast klischeehaftes Italienfeeling mit alten Männern, die bei einem Espresso in der Bar Karten spielen und alten Frauen, die zum Kaffeesatzlesen bei Sofia vorbeischauen. Auch der Markt gibt einem beim Lesen auf meinem schwäbischen Balkon das Feeling von Urlaub. Ich war vor ein paar Jahren zwar nicht in Corazzo, sondern in anderen Dörfern in der Gegend, der Vibe von damals geht definitiv von jeder dieser Seiten aus.

Dazu kommt auch noch eine kulinarische Reise durch die Küche Norditaliens - genau das, was man für den perfekten Cozy Crime so braucht.

Ein bisschen erinnert mich Sofia an Lou Conrad aus den Wachaukrimis von Beate Maxian. Sie umgibt so eine ganz interessante Aura, eigentlich fernab jeglichen Verbrechens (als Kaffeeköchin in einem Bergdorf) und doch immer wieder mitten drin. Und dabei bleibt sie megasympathisch.

Genial finde ich übrigens die Auflösung - und das ist ein echtes Lob von mir, denn ich denke regelmäßig "Boah, so klar...".

Wer Urlaubsfeeling pur sucht, der ist bei Anna Merati goldrichtig!

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