Zugegeben: Ich bekenne mich als Psychothriller Fan. Und davon kommt ja alleine mit den Büchern von Freida McFadden momentan einiges auf den Markt.
Und da dieses Buch schon einen Vergleich mit ebenjener Freida McFadden viel verspricht, war ich natürlich besonders gespannt.
Was sie immer wusste
Daten
Autorin: Lia Middleton
Verlag: Piper
ISBN: 978-3-492-06726-3
Preis: 17€
Broschiert, 368 Seiten
Inhalt
Harry steht eine große Karriere bevor. Gerade erst wurde er zum Kronanwalt berufen und wartet auf seinen ersten großen Fall. Da wird er zu seinem Vorgesetzten gerufen und ein ganz großer Fall kommt auf ihn zu.
Francis Joseph wird beschuldigt, seine Frau mit einem Stich in den Hals getötet zu haben. In der Version des Angeklagten war es ein Selbstmord. Francis hat gerade den vorherigen Anwalt gefeuert und so bleiben Harry nur etwa eine Woche, um sich auf den Prozess seines Lebens vorzubereiten.
Er stürzt sich immer tiefer in den Fall - und hat dabei ein schlechtes Gewissen, weil seine über alles geliebte Frau Piera zu Hause mit der Tochter der beiden sitzt. Und dennoch bemerkt Harry, dass sich Piera nach und nach immer auffälliger verhält. Mal ist es ein geheimnisvoller Anruf, mal eine spontane Geburtstagsparty mit ihren Kollegen, bei der am nächsten Tag ein anderer Geburtstag hat als Piera am Tag davor erzählt hat.
Doch Harry ist viel zu beschäftigt mit dem Fall Francis Joseph. Er glaubt an die Unschuld des Mandanten und schließlich gelingt es ihm auch, einen Freispruch zu erreichen.
Noch am Tag, an dem Francis das Gefängnis verlässt, stirbt er...
Fazit
Wie es sich für einen Psychothriller gehört, hat das Buch unterschiedliche Ebenen. Im ersten Teil wird die Geschichte aus Harrys Perspektive erzählt - der komplizierte Fall, das Heimkommen zu Piera und das nach und nach komplizierter werden des Falls.
Im zweiten Teil wird Pieras Perspektive erzählt, die ganz zu Anfang schon angedeutet wird, weil Frank (Francis Spitzname) eine gewisse Piera anruft - eine Verbindung ist so also von Beginn an klar. Doch sie geht viel tiefer, denn Piera war nicht nur während des Studiums mit Frank zusammen, die Verstorbene Frau Linda war auch ihre beste Freundin. Und Frank hat etwas, mit dem er Piera nach so vielen Jahren erpresst, Und am Ende läuft das Ganze auf einen großen Kulminationspunkt zu.
Ein absolut großartiger Thriller mit Gänsehautgarantie. Man hat die Bilderbuchfamilie, in der es hintergründig vor Geheimnissen nur so wimmelt. Man hat Frank, bei dem man bis beinahe zum Ende zwischen Schuld und Unschuld zweifelt.
Man hat einen großartigen Thriller, der etwa mit den großen wie Freida McFadden absolut mithalten kann.

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