Neue Autoren sind doch immer was Großartiges - man weiß zwar noch nicht so genau, auf welches Abenteuer man sich einlässt - aber man entdeckt immer mal Geschichten, die anders sind. So ging es mir zumindest mit Nova Winter.
Die Nachbarin
Daten
Autorin: Nova Winter
Verlag: Ullstein
ISBN: 978-3-548-07395-8
Preis: 12,99€
Taschenbuch, 368 Seiten
Inhalt
Eigentlich wollte Smilla nur joggen gehen - so ganz kennt sie sich in ihrem neuen zu Hause noch nicht aus, doch seit ihrer Krebserkrankung liebt sie das Joggen. Doch als sie einen gellenden Schrei hört, muss sie helfen. Ein 4jähriger Junge ist in einen Teich gefallen. Smilla zögert nicht und springt in das eiskalte Wasser - doch was dann passiert, hat sie nicht erwartet.
Sie fühlt sofort eine Verbindung zum kleinen Moritz, sie weiß, dass es ihr Sohn ist. Auch wenn sie nie schwanger war und auch nie Kinder haben wollte. Doch noch verrückter wird es, als die Mutter kommt. Lou schreit die Retterin ihres Sohnes an, sie soll die Finger von ihrem Kind lassen.
zu Hause berichtet sie ihrem Mann Jonas davon. Der Arzt hält das für verrückt. Noch verrückter wird es, als sich herausstellt, dass der Junge direkt nebenan lebt. Der Vater Quentin lädt daraufhin Smilla und Jonas zum Essen ein - doch für Smilla ist da einiges seltsam. Doch als Quentin der jungen Konditorin einen Job in seinem Hotel anbietet, scheint es eine gute Nachbarschaft zu werden.
Doch dann hört Smilla die ganze Geschichte von Lou und Quentin, die vor einigen Jahren ihren Sohn verloren haben. Der kleine Fabian war damals spurlos verschwunden.
Die Beziehung zwischen den beiden Paaren bleibt ein bisschen angespannt - vor allem als eine Hotelangestellte Smilla in den Keller des Hotels führt. Scheinbar wurde dort ein Kind gefangen gehalten - doch als sie erneut dorthin geht, ist alles weg. Auch die Angestellte kennt niemand. Smilla ist so verzweifelt, dass sie irgendwann sogar an Metastasen im Gehirn glaubt. Denn sie ist sich irgendwann sogar sicher, dass Jonas und Quentin sich schon sehr lange Zeit kennen.
Fazit
Eine absolut wilde Geschichte: Die Frau, die nie Kinder haben wollte - erkennt plötzlich in einem fremden Kind sie selbst und ihren Mann wieder und wird danach spürbar manipuliert. Eigentlich ist die Geschichte ein kleines bisschen wild und die Auflösung ist noch ein kleines bisschen wilder...
Man spürt von Seite zu Seite ein bisschen mehr, wie Narzissmus und Manipulation ein kleines bisschen weitergetrieben werden. Denn man zweifelt auch ein bisschen an Smillas mentaler Gesundheit, wird aber geschickt immer mehr in die Richtung der Auflösung des Falls geführt.
Ich bin absolut begeistert und freue mich definitiv auf mehr von dieser grandiosen jungen Autorin...

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